Tischlerhandwerk

Shownotes

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Produktion & Recherche: Amelie und Charlotte Musik & Soundeffekte: prodbyburgy

Ein großes Danke an unsere Job-Expertin Kerstin, Anica, Lisa und Euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! <3

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00:00:00:

00:00:16: Wir

00:00:20: sind heute aushäusig und zwar hat es uns in eine andere Stadt in den Norden verschlagen, wo wir In einer großen Werkstatt stehen Schalotte.

00:00:30: Was sehen wir vor uns?

00:00:32: Holzen!

00:00:34: Ja, Amelie beschreibt doch mal wo sich genau das Holz befindet.

00:00:37: Also wir stehen hier in großen Fabrikhallen, die in der Mitte durch einen Gang verbunden sind.

00:00:43: Und man kann sich das so vorstellen... Hier wo wir gerade stehen kommen quasi die Holzplatten an und auf ihrem Weg ans andere Ende von der Werkstatt nehmen sie Gestalt an und werden zu einem Möbelstück.

00:00:56: Das kann ein Kleiderschrank sein oder eine Küche mit Kücheninsel Oder jegliches anderes Möbelstück was sich der Kunde in den Büros, die dahinter folgen mit den Tischlern individuell kreiert hat.

00:01:10: Wir stehen hier aber nicht alleine, ne?

00:01:12: Wir sind nämlich mit unserem Rollmodell Martin erst nicht nur Tischler sondern auch Leiter dieser Werkstatt und er nimmt uns jetzt mit in die Büros, die gerade eben schon angeteasert wurden, die übrigens selbst gebaut sind mit eigenen Möbeln...

00:01:25: Und so verdammt schön aussehen!

00:01:27: ...und erklärt uns und euch ein bisschen was man denn als Tischler so macht.

00:01:31: und damit sagen wir

00:01:32: ab ins Büro.

00:01:37: Hallo!

00:01:38: Danke, dass du dir die Zeit für uns genommen hast und das du uns einmal durch die ganze Werkstatt geführt hast.

00:01:44: Und wir uns alles einmal anschauen durften.

00:01:46: was ist das erste Möbelstück, was du jemals gemacht hast?

00:01:50: Das war auf jeden Fall in meiner Lehre da war ich in einem ganz kleinen Betrieb nur mit meinem Chef alleine.

00:01:55: Wir haben quasi alles gemacht wo andere Tischler keinen Lust drauf hatten oder wo nicht viel Geld mit zu verdienen war so ungefähr Und deswegen wird das wahrscheinlich irgendein ganz kleines Mögel gewesen sein für ein Badezimmer, irgendwie so einen Unterstrang unter Waschbecken oder sowas.

00:02:14: Ganz einfachen Boden, Deckel zwei Seiten, zwei Türen davor aus einer weiß beschichteten Sparmplatte.

00:02:20: soweit ich mich entsinnen kann müsste es eigentlich gewesen sein

00:02:23: und jetzt bist du ja schon ein bisschen länger Tischler.

00:02:26: und was ist in deiner Karriere vielleicht das kleinste und das größte Möbelstück gewesen, was

00:02:31: du jemals gebaut hast?

00:02:34: Möbelstück wird wahrscheinlich in Empfangsdresen gewesen sein, der dann irgendwie am Ende so eine Länge von ich weiß nicht acht neun Meter irgendwie sowas in dem Dreh hatte.

00:02:45: Das kleinste Möbel ist schwierig und das wird wahrscheinlich auch denn so in die Richtung das gewesen sein was ich in meiner Lehre gemacht habe also wirklich ein Minischränkchen fürs Badezimmer sowas.

00:02:59: Also ich habe sicherlich auch mal eine Schatulle oder so was gebaut, aber das ist jetzt vielleicht nicht unbedingt ein Möbel.

00:03:05: Also irgendein kleines Schmuckkästchen oder sowas.

00:03:07: Aber wenn man jetzt von einem Möbel ausgeht wird es wahrscheinlich schon irgendwie etwas für einen kleinen Raum, Badezimmer oder Gästewitzee oder sowwas gewesen sein.

00:03:14: Ich hab gar nicht daran gedacht dass man ja nicht nur so ein Mönbel für ein durchschnittliches oder vielleicht auch nicht durchsinnliches Hausball sondern auch für Gastro und dann so was spezifisch werden kann.

00:03:25: Im Prinzip kannst du, du hast ja überall Möbel.

00:03:28: Also wenn im Krankenhaus zum Beispiel bist, hast dir auch in den Patientenzimmern eine welche Kleiderschränke Du hast diese Wagen mit den Tischen wo das Essen dann aufgestellt wird.

00:03:39: Das waren sicherlich früher auch mal Tischler die sowas gebaut haben mittlerweile halt sehr spezialisierte Firmen Die aber halt immer noch Tischler beschäftigen um halt solche Sachen zu bauen.

00:03:50: Aber grundsätzlich ist der Beruf super breit gestreut und das ist ja auch lange nicht nur dieses Möbelding.

00:03:56: Ein Tischler macht ja zum Beispiel Treppen, Fenster, Türen... Das sind alles Sachen die wir hier in der Firma nicht machen.

00:04:04: aber grundsätzlich kann man sagen dass alles was irgendwie aus Holz ist oder aus Holzwerkstoffen und tatsächlich auch aus Kunststoffen also zum Beispiel auch Kunststofffenster wenn ich da jetzt mal denke es sind alle Tischler arbeiten solche Sachen zu bauen oder hinterherzumontieren

00:04:22: So wie der Tisch, an dem wir hier gerade sitzen.

00:04:24: Den habt ihr auch selber gemacht oder?

00:04:25: Ja

00:04:26: genau.

00:04:27: Für euch Zuhörerinnen und Zuhürers ist so ein großer Baumstamm quasi also so eine Scheibe vom Baumstam.

00:04:33: Ich würde sagen vier fünf Meter lang.

00:04:38: Ich muss auch sagen, die Büros hier sind einfach so super schön.

00:04:40: Weil ihr ja auf dem Möbel teilweise dafür selbst gebaut habt?

00:04:43: Ja

00:04:43: genau.

00:04:44: Baust du zu Hause auch Sachen selber?

00:04:46: Eigentlich alles.

00:04:47: Also ich glaube mittlerweile haben wir keinen gekauften Möbelt mehr.

00:04:51: Die Küche zuhause für uns habe ich selbst gemacht leider Schrank Hauswirtschaftsraum wo sie auf Stauraum schranken Zeitbord fürs Wohnzimmer So das ist alles selbst gebaut

00:05:01: und das planst Du dann auch selber.

00:05:03: oder sowas lernt ihr auch in der Ausbildung

00:05:05: Genau.

00:05:06: also du lernst halt Das Zeichnen, die Möbelkonstruktion, Auswahl von Materialien.

00:05:14: Welches Material wofür geeignet ist oder besser oder schlechter geeignete und im Laufe der Jahre entwickelt man halt eine Erfahrung.

00:05:23: Man macht halt auch ganz viel, lernt irgendwann meistens durch Fehler was funktioniert das nicht funktioniert ... macht das ja jetzt auch schon mittlerweile seit... ... sieben, zwanzig Jahren.

00:05:34: Und da habe ich auch schon ganz viele Fehler gemacht.

00:05:37: und dementsprechend wenn man weiß was alles nicht geht, weiß man irgendwann auch was geht und kann halt dann auch selber Möbel planen und die so planen wie man die gerne für sich zu Hause selber hätte zum Beispiel.

00:05:48: Das ist so schön!

00:05:49: Also man kann definitiv sagen bei dieser Ausbildung Man lernt nicht nur für den Beruf sondern für sein Leben eigentlich Für seinen Alltag

00:05:58: Dadurch dass wir halt So viele verschiedene Materialien verarbeiten und auch so sehr filigran und auf die Millimeter genau arbeiten müssen, weil sich wirklich alles immer glatt anfühlen muss.

00:06:10: Es darf keine Übergänge haben Weil alle Menschen, die mit Holz in Berührung kommen, kommen mit Holz im Berührungen.

00:06:17: Weil sie anfangen da drauf rumzufühlen und es anfassen.

00:06:20: Und wenn dann irgendwelche scharfkantigen Ecken sind, irgendwelchen Übergänge, die nicht passen, sind das sofort irgendwelches Qualitätsmangroß quasi.

00:06:28: Und dadurch lernt man halt auch so sehr präzise zur Arbeit.

00:06:32: Das kann man auch finde ich sehr gut auf andere Handwerksberufe adaptieren zum Beispiel.

00:06:38: Kann auch Liese legen, kann auch Beton arbeiten.

00:06:42: man entwickelt einfach ein Gefühl für Materialien und solange man das nicht selber gut findet, ist es einfach noch nicht fertig.

00:06:48: Also dann hat man's ja

00:06:49: auch in der Hand irgendwo.

00:06:51: Was ist vielleicht so das komischste oder besonders oder außergewöhnlicheste Mürbelstück was ihr jemals gebaut habt hier?

00:06:58: Ich weiß gar nicht.

00:06:59: also ich glaube von der Funktion her waren die Mürbels gar nicht mal so seltsam irgendwie, sondern dann eher irgendwelche Materialien-Farbkombinationen.

00:07:10: Eventuell Proportionen die irgendwie nicht stimmig waren oder irgendwelchen Küchen, die vier verschiedene Frontfarben hatten und das ganze der Nord mit Metallsteinen und keine Ahnung habe ich zusammen gemixt.

00:07:26: Das sind eher welche wilden Kombinationen.

00:07:29: Ich kann mich an eine Sache erinnern, das ist mir aus meiner Lehre noch in Erinnerung geblieben.

00:07:33: Da haben wir mal ne Dackel-Rampe gebaut.

00:07:36: Weil der Dacke irgendwann genauso wie Frau Echel nicht mehr so gut zu Fuß war und Frau Echen konnte den Dackell halt nicht mehr ins Haus rein tragen.

00:07:43: und dann haben wir über die drei Stufen Rampen gebaut, dass Fifi da halt vom Eingang ins Haus laufen

00:07:49: kommt.

00:07:50: Das ist so süß!

00:07:52: Das ist wirklich süß... Was macht dir an deiner Arbeit so viel Spaß?

00:08:00: Grundsätzlich einmal das Arbeiten mit dem Material an sich.

00:08:04: Also ich mag Holz immer noch unheimlich gerne, dann sieht man jeden Tag was man geschafft hat.

00:08:12: Man produziert ja quasi etwas und bei uns auch sehr individuell.

00:08:16: also es ist auch sehr abwechslungsreich.

00:08:18: Man hat halt nicht jeden Tag das gleiche Produkt sondern immer wieder unterschiedliche Produkte.

00:08:24: Und dann kommt aufgrund von meiner Stelle natürlich auch hinzu, dass ich dafür zu sorgen habe.

00:08:30: Dass einfach die ganze Firma läuft und alle Leute ihre... Materialien zum richtigen Zeitpunkt haben, dass Zeichnungen fertig sind.

00:08:39: Dass die Maschinen alle funktionieren und vernünftig gewartet sind oder wenn irgendwas nicht in Ordnung ist, dass sich da halt irgendwie nachbessere... Auch ein ganz großer Punkt ist einfach Umgang mit Menschen.

00:08:50: also ich bin für die Lehrlingen zuständig.

00:08:52: Ich bilde die aus und bin halt auch derjenige, der Dreh- und Angelpunkt- und Ansprechpartner für alle Leute in der Werkstatt aber auch im Büro ist.

00:08:59: Wenn es jetzt um konstruktive Sachen geht und Termine geht, Abstimmung viele Sachen, wann können wir zum Kunden?

00:09:06: einfach?

00:09:06: dieses Gesamtpaket ist das was mir unheimlich viel Spaß macht.

00:09:11: Als wir gerade durch die Werkstatt gelaufen sind habe ich auch so ein sehr großes Radio gesehen mit sehr großen Boxen.

00:09:17: ihr habt wahrscheinlich auch sehr viel Spaß bei der Arbeit oder?

00:09:21: Wir hören viel Radio.

00:09:24: einfach allen gerecht zu werden oder niemand mit irgendeinem Musikstil besonders auf die Füße zu treten, haben halt auch ein paar ältere Mitarbeiter.

00:09:32: Dementsprechend lassen wir dann keine Ahnung, Hardstyle mal links liegen und hören dann eher Radio.

00:09:38: aber je nach Lust und Laune kannst du ja auch schon mal lauter werden und auch musikmäßig gut abkehren.

00:09:46: Und du meintest gerade, dass du es magst, dass das immer ein bisschen anders ist.

00:09:49: Aber irgendwo wird's ja trotzdem eine Routine geben?

00:09:52: Was ist denn so der Prozess an Aufgaben, wenn ihr einen Möbelstück erstellt?

00:09:57: Die Leute, die bei uns zeichnen und die Arbeit vorbereiten sind ja auch gelernte Tischler.

00:10:02: Der Tischlermeister ist unsere Qualifikation.

00:10:05: Die planen quasi in Absprache mit Kunden, Architekten dann die Möbel.

00:10:10: Dann werden diese ausgearbeiteten Projekte, die Unterlagen quasi in den Werkstatt gegeben.

00:10:15: Meistens bekomme ich die Sachen da und gucke mir das alles einmal an, dass ich weiß worum es geht um was die Leute denn in der Werkstelle fertigen sollen.

00:10:22: Der Ablauf ist eigentlich immer so, wenn wir jetzt von einem Möbelstück sprechen Sprechen wir eigentlich auch im Normalfall immer von einem großen Teil oder Hauptteil Plattenmaterialien, wo wir die Möbel draus bauen.

00:10:34: Und dann geht es immer los dass diese Platte auf Maße zugeschnitten werden müssen.

00:10:39: Dass man halt eine Schragseite in der Tür und Boden und so was hat.

00:10:43: Danach nimmt dieses Teil als ein Weg durch die Werkstatt.

00:10:46: Dann kommen einmal Kanten da dran also das man nicht mehr auf die rohe Sparmplatte zum Beispiel guckt.

00:10:51: Dann geht es auf alle von zwei bei uns bearbeitungs... Zentren, Maschinen CNC gesteuerte die dann halt Bohrungen, Fräsung und Nuden halt machen die man für ein Möbel braucht.

00:11:03: Danach werden die Sachen dann auch einmal komplett zusammengebaut so wie es hinter

00:11:08: beim Kunden

00:11:09: dann auch eingebaut wird und fertig steht damit wir einfach sehen das funktioniert alles ist passt alles sieht nichts komisch aus dass wir nicht beim Kunden uns irgendwie die Blöße geben etwas nicht gesehen oder zu kontrolliert zu haben.

00:11:22: Das ist unser Qualitätsanspruch und wenn wir sagen, das ist fertig und einbaubereit dann fahren wir langen unsere Auto quasi mit diesem Mögel oder den Produkten

00:11:31: und fahren damit zum Kunden und bauen uns ein.

00:11:34: Ja, da verstehe ich auf jeden Fall was du meinst wenn du sagst das es jeden

00:11:37: Tag anders ist.

00:11:38: Also es gibt Firmen die haben Spezialisten.

00:11:41: Da gibt es dann einen oder ein Nee ganzen tag nur in der Säge Eine Person die den ganzen Tag nur an der Kantenanleihmaschine steht Und das ist aber eine Sache.

00:11:50: dass gab es hier auch mal.

00:11:51: als ich angefangen habe Habe ich aber ganz schnell Adacta gelegt und dafür gesorgt Hier quasi Generalisten zu haben Die im Prinzip alles können.

00:12:01: Mir ist bewusst, dass wenn man etwas alles kann.

00:12:03: Dass man das nicht so perfekt kann wie wenn man nur an einer einzelnen Tätigkeit den ganzen Tag ist.

00:12:09: An der anderen Seite macht es aber ganz ganz viel mit einem Menschen und mit der Identifikation zur Arbeit oder zu dem Produkt.

00:12:17: Wenn man vollumfänglich an etwas arbeitet und nicht immer nur einen Teilschritt macht Teil bearbeitete Stück quasi der nächsten Person übergibt, die dann auch wieder einen Teil macht.

00:12:27: Es gibt keine richtigen Zuständigkeiten.

00:12:29: Also das ist nicht mein Fehler Das hat der und er gemacht oder das muss der gewesen sein Und es ist viel viel abwechslungsreicher und einfach viel schöner vom Ablauf her für einen persönlich Wenn man halt vollumfänglich an diesem Stück arbeitet uns von Anfang bis Ende im Idealfall wirklich selber baut Und auch montiert.

00:12:50: beim Kunden finde ich das viel schöner und auch für die Leute, vier Schöner, die es machen.

00:12:56: Als immer nur einen Teilschritt zu machen und irgendwann eventuell dann mit einem beladenen Auto ohne vorher irgendwas davon gesehen zu haben oder noch auf die Baustelle geschickt zu werden als Monteur und dann nur eine Küche einzubauen also so wie es bei Möbelhäusern zum

00:13:09: Beispiel ist.

00:13:11: Aber wenn man so präferiert sich auf eine Sache zu fokussieren da gibt's doch auch Möglichkeiten.

00:13:15: Also du hattest uns ja vorhin die Lackierer gezeigt eigentlich darzustellig sind, machen Sie dann nur das und da sind sie auch in den anderen Schritten beteiligt.

00:13:24: Zugeteil bedeutet vorbereitende Arbeiten, Schleifen, Entstauben auf irgendwelche Wagen liegen und solche Sachen.

00:13:32: Das ist halt nochmal ausgegliedert.

00:13:34: aber wenn gerade im Lackraum zum Beispiel nichts zu tun sind und es auch ausgebildete Tischler die vollumfänglich hier in der Werkstatt arbeiten können und dann genauso Möbel bauen wie wir das auch als Werkstadt-Tischler quasi

00:13:48: noch Und das heißt dann, dass quasi jede Person bei euch in der Werkstatt so ein Projekt bekommt und das von vorne bis hinten betreut aber eben nur dieses eine Projekt oder gibt es auch manchmal den Fall, dass man mehrere Projekte gleichzeitig hat.

00:14:02: Der Idealfall ist so, dass man von Anfang bis Ende und am besten auch ohne Pause an einem Projekt arbeitet.

00:14:09: Weil das das Effektivste ist.

00:14:11: Manchmal sind wir aber zum Beispiel gebunden an Lieferzeiten.

00:14:15: dann kann es sein, dass wir in einem bestimmten Punkt sagen gewarten bis die Sachen da sind und beginnen in der Zeit mit einem anderen Projekt oder schieben nochmal irgendein kleineres Projekt dazwischen für eine Woche, oder irgendwie sowas.

00:14:27: Und wenn dann kleinere Möbel quasi fertig gebaut ist und die Materialien, die vierten da sind wird an diesem großen Projekt die Person, die damit angefangen hat macht denn damit auch weiter.

00:14:37: So das wäre der Idealfall funktioniert nicht immer gibt es immer Krankheiten Berufsschulzeiten Urlaubszeiten usw.

00:14:47: Der Idealfall ist halt so, dass man wirklich von Anfang bis Ende kontinuierlich

00:14:51: an einem Projekt arbeitet.

00:14:52: Jetzt hast du ja gesagt das ein Projekt auch damit anfängt, dass sich mit Kunden und Architekten berät heißt es in der Ausbildung Dass man auch andere Bereiche lernt zB Betriebswirtschaftslehre oder Mathematik

00:15:09: lange nicht voll umfänglich, aber das wird alles in der Berufsschule angeschnitten.

00:15:13: Also auch da gibt es im Fachbundeunterricht Grundzüge zum Beispiel der Kalkulation, dass man weiß wie setzt sich denn überhaupt der Preis für ein Möbel oder eine Dienstleistung eines Handwerkers überhaupt zusammen?

00:15:27: Wo kommt dieser Preis her?

00:15:29: stunden Verrechnungsrat zum Beispiel und solche Sachen Das wird halt in der Schule erklärt Aber nicht so, dass ich jetzt sagen würde.

00:15:39: Wenn man mit der Berufsschule fertig ist kann man das alles.

00:15:42: also da ist dann halt auch immer noch ganz viel Learning auf viel Erfahrung einfach dabei wenn man mit Architekten oder Kunden spricht.

00:15:52: es ist auch immer eine Sache wie stelle ich mich oder wie kann ich mich auf Menschen einstellen kommuniziere ich mit denen, wie kann ich den klarmachen dass wir jetzt für dieses Gespräch zwei Stunden Zeit haben und nicht einen ganzen Tag hier zusammensetzen weil uns das keiner bezahlt zum Beispiel.

00:16:08: Das sind Erfahrungssachen die halt mit der Zeit irgendwann kommen.

00:16:13: also man fängt dann einfach an wirklich irgendwann wenn man sich dafür entscheidet Ich möchte jetzt im Büro arbeiten hat man vielleicht noch eine Zusatzqualifikation nach der Lehrenmeister oder Techniker gemacht Und dann ist es aber wirklich kaltes Wasser und loslegen.

00:16:30: Wir haben ja auch gerade in der Werkstatt gesehen, dass ihr jeder so eine einzelne Arbeitinsel habt und das die Maschinen auch teilweise so sind, dass halt schwere Sachen eben von der Maschine angehoben werden können.

00:16:41: heißt ihr könnt relativ selbstständig arbeiten und ihr braucht da nicht immer wieder Unterstützung voneinander.

00:16:48: Ja, dafür ist es ausgelegt.

00:16:50: oder grundsätzlich geht es gar nicht darum dass wir Tätigkeiten nicht zu zweit machen sollen sondern einfach um für die einzelne Person Dinge zu erleichtern.

00:17:02: Also man kann Platten auch alleine hochheben aber wenn man dafür einen Kran hat das ist deutlich angenehmer und wir wollen ja auch alle noch keine Ahnung wie viele Jahre arbeiten ohne uns komplett kaputt zu machen.

00:17:14: Aber grundsätzlich ist es auch immer mal wieder so, dass Bauteile so groß sind oder so schwer oder wenn wir von irgendwelchen zusammengebauten Möbeln sprechen, das dann mal kurz einer durch die Werkstatt ruft, kommt man eben zusammen und ich brauche mal zwei Leute oder vier Mann vier Ecken irgendwie in der Richtung und dann kommen sie angeströmt und dann packen wir halt zusammen

00:17:34: einmal an.

00:17:35: Da hast du gerade noch ein anderes Thema angesprochen.

00:17:38: Und zwar war ich neulich unterwegs für eine andere Folge, da war ich in einer Notaufnahme und habe eine verletzte Person dort getroffen die einen Arbeitsunfall hatte.

00:17:48: Und es ist da irgendwie die Kreissige abgerutscht und die Fingerwand bisschen betroffen und diese Person war eben Tischler.

00:17:55: Und hab mich erstmal natürlich auf die Folge mit dir gefreut damit sich dann fragen kann Er hat ja schon sehr viele Maschinen und auch sehr, sehr viele Werkzeuge.

00:18:06: Kommt es häufiger mal vor dass man sich dollow tut?

00:18:11: Also was jeden Tag passiert und was allen passiert, und was grundsätzlich auch eigentlich nie aufhören wird ist dass man sich an irgendeiner Kante mit dem Finger zum Beispiel ratscht.

00:18:21: Dass man sich beim Umdrehen irgendwo das Bein anhaut weil irgendeinen Wagen im Weg steht oder irgendwie sowas.

00:18:28: also ohne Macke, Radscher, kleinen Kacchen verlässt hier eigentlich niemand die Werkstatt.

00:18:33: Das ist täglich Brot es gehört einfach dazu... Eine sehr lustige Sache, also wenn junge Leute ihre Lehre anfangen sind sie immer noch total panisch.

00:18:43: Wenn der Finger anfängt zu bluten oder irgendwie sowas nach einem Jahr wird ein Pflaster drum gewickelt und gar nicht mehr drüber gesprochen weil die sich schon so daran gewöhnt haben dass es quasi dazu gehört.

00:18:53: und wirklich schwere Verletzungen hatten wir hier tatsächlich noch gar nicht in meiner Zeit in dieser Firma.

00:18:58: Und wenn das passiert dann passiert ist auch eher aus Unachtsamkeit beziehungsweise Dieser Spruch mal eben schnell schnell ein Stück Holz abschneiden, mal eben schnell keine Ahnung Loch bohren oder irgendwie sowas.

00:19:12: Das sind die Sachen wo man nicht auf Sicherheitseinrichtungen achtet, wo man mal eben schnell seine Hand irgendwo zwischen hat und dann kommen halt wirklich auch schlimme Verletzungen dabei rum.

00:19:23: aber grundsätzlich sind die Maschinen die Werkzeuge mittlerweile so ausgelegt, so geschützt und man bekommt auch sehr viel beigebracht an diesen Maschinensicherheitsmäßig dass man sich eigentlich Schlimm verletzen kann.

00:19:37: Also klar kann man mutwillig im Segeblatt reinfassen, sollte man aber nicht und ansonsten gibt es halt immer irgendwelche Hilfsmittel oder Apparate die dafür sorgen dass Werkstücke quasi automatisch an einem Werkzeug vorbeigeführen werden zum Beispiel das man da gar nicht mehr seine Hände im Weg hat sondern das halt auch irgendeine Mechanik

00:19:58: quasi übernimmt.

00:20:00: Und habt ihr auch so Arbeitsschutzkleidung?

00:20:02: Ja, was wir auf jeden Fall tragen müssen sind Sicherheitsschuhe also Stahlkappe und sowas.

00:20:06: Wenn die Maschinen laufen das ist halt auch in der Werste relativ laut dann haben wir einen Gehörschutz auf und das sind die Sachen, die quasi vorgeschrieben sind.

00:20:15: Und dann gibt es so Sachen zum Beispiel beim Schleifen den vier Angehalten eine Staubmaske zu tragen.

00:20:21: da muss man sich vorschützen wenn man zb mit Lacken arbeitet.

00:20:26: bei uns im Lackraum haben wir auch immer eine lackiermaske auf die der spezielle Gasfilter hat die halt diese Lösemitteldämpfe quasi

00:20:34: filters.

00:20:38: Dann haben wir gerade auch in der Werkstatt euren großen Monatsplan gesehen mit den ganzen Mitarbeitern drauf.

00:20:44: Da ist mir aufgefallen, dass es nur eine einzige Frau gab und die arbeitet ja nicht mal in der Werksstadt sondern im Büro.

00:20:51: Wie ist das bei den Tischlern oder Tischlerinnen?

00:20:54: Also wie ist da so der Frauenanteil?

00:20:56: Auch gering auf jeden Fall wobei ich sagen würde von den Anwärtsberufen gibt es glaube ich bei den Tischlern noch relativ viele Frauen.

00:21:04: Dann ist aber die Frage, worauf kommt es an.

00:21:06: Also welche Kompetenzen und Fähigkeiten sollte man haben?

00:21:09: Eine

00:21:09: gewisse körperliche Robustheit sage ich jetzt mal mitbringen Grundkraft irgendwie, die sich dann durch den Beruf entwickelt.

00:21:17: Der körperlichen Punkt ist halt eine Sache der auf jeden Fall so ein bisschen gegeben sein muss.

00:21:21: was wichtig wäre ist auf jeden fall ein räumliches Vorstellungsvermögen also dass man sich anhand von einem Blatt Papier vorstellen kann wie soll denn dieses Möbel überhaupt hinterher aussehen?

00:21:34: quasi zusammen.

00:21:35: technisches Grundverständnis, würde ich einfach mal sagen.

00:21:38: Also hierum muss sich ein Werkzeug drehen damit es arbeitet schonmal einen Akkuschrauber in der Hand gehabt.

00:21:45: Einfach so Grundskillz an Handwerkzeugen dass man weiß was im Schraubendreher ist und solche Sachen.

00:21:51: Damit geht's eigentlich

00:21:52: los!

00:21:53: Das Wissen hat aber bestimmt auch nicht jede Person.

00:21:55: darum ist es möglich vorher ein Praktikum zu machen und sowas auch schon mal kennenzulernen?

00:22:00: Praktikum gibt es sicherlich Betriebe, die das machen.

00:22:05: Wir machen es nicht mehr.

00:22:07: Im Idealfall findet man ja vielleicht in dem Praktikum sogar schon seine zukünftigen Auszubildenden.

00:22:14: Das hat nicht funktioniert und wenn wir jetzt nochmal kurz die Runde auf eine Lehrstelle zurückdrehen haben wir pro Lehrstellegrupphundert Bewerbung.

00:22:24: Und den gleichen Faktor hätten wir wahrscheinlich auch bei Praktikanten oder Praktikanthinnen und deswegen haben wir gesagt, das machen wir nicht.

00:22:32: Weil die sollen ja alle vernünftig betreut werden in ihrem Praktikum begleitet werden und das können wir alleine aufgrund von Personalkapazität und auch kostende Faktoren gar nicht

00:22:45: in dem Maße darstellen.

00:22:47: Aber das heißt allgemein also jetzt bei anderen Betrieben man kann ja eigentlich immer anfragen ob es da Möglichkeiten gibt.

00:22:52: genau

00:22:55: Du bist ja jetzt nicht nur Tischler in Anführungszeichen, sondern du bist ja auch der Werkstattleiter hier.

00:23:02: Was unterscheidet dich von deinen Kollegen?

00:23:05: Es macht gar nichts!

00:23:06: Also ich bin genauso Teil des Teams wie alle anderen.

00:23:10: Ich habe am Ende vielleicht das letzte Wort und stelle mich aber auch nicht unbedingt darüber.

00:23:14: also wenn es hier Entscheidungen gibt dann sind es immer Teamentscheidungen.

00:23:17: Das was von den anderen Leuten unterscheidet ist.

00:23:21: Ich arbeite hier auch mit in der Produktion, ich habe immer noch meine Projekte.

00:23:27: Aber lange nicht so viele Stunden am Tag an diesen Projekten wie ... normalen Werkstattarbeiter sage ich jetzt mal, also die fangen wirklich dann morgens um sieben an und machen um sechzehntunddreißig Feierabend.

00:23:38: Und haben in der Zeit im Idealfall nur an ihrem Projekt gearbeitet und das halt nach vorne gebracht.

00:23:44: Ich muss mich halt zwischendurch noch darum kümmern dass die Lehrlinge zum Beispiel arbeiten erklärt bekommen neue Maschinen erklärt bekommt Einweisung sich als Einweisungen bekommen wenn Sie das noch nicht gemacht haben.

00:23:57: Ich laufe immer mit einem offenen Auge durch.

00:23:59: die Werkstelle musst darauf achten dass die Qualität stimmt, dass alle Leute vernünftig an den Maschinen arbeiten.

00:24:05: Sich nicht selber gefährden oder irgendetwas an Maschinnen machen was zu einem Schaden führen könnte.

00:24:11: zum Beispiel ich bestelle sämtliche Verbrauchsmaterialien also Schrauben und Kleber und was da so alles zu gehört was man halt zum Arbeiten braucht.

00:24:20: dann bleiben am Ende des Tages so zwischen vier und sechs Stunden je nachdem übrig, wo ich dann wirklich noch an einem Projekt arbeiten kann und der Rest ist quasi dafür sorgen dass alle anderen ihre acht Stunden komplett sauber durcharbeiten

00:24:34: können.

00:24:35: Und wie bist du Werkstattleiter geworden?

00:24:37: Also zum einen ist es immer noch der Titel also der Tischvermeister den ich habe.

00:24:43: das ist aber keine Qualifikation die man unbedingt haben muss um eine Werkstatte zu leiten Berufserfahrung, die Erfahrung, die man eventuell in einem Betrieb schon hat.

00:24:54: Weil man lange Jahre da ist und weil der Vorgänger dann ausscheidet und ein Nachfolger besucht wird.

00:24:59: Aber grundsätzlich ist der Meister schon von Vorteil, weil man hat nochmal einen Tief- und Einblick theoretische Niematerie bekommt.

00:25:07: Am Ende würde ich immer sagen das ist Berufserfahrung.

00:25:10: also nur weil man theoretisch Dinge gelernt hat kann man die hier praktisch noch lange nicht anwenden oder vernünftig an die Person oder an das Projekt bringen.

00:25:19: und deswegen das wichtigste ist eigentlich Berufserfahrung.

00:25:23: Und dann muss man halt Glück haben, dass gerade so eine Stelle verfügbar ist und dass man da zusammenfindet.

00:25:30: Also super wichtig zu wissen glaube ich auch wenn man die Ausbildung abgeschlossen hat wie man sich dann weiterentwickeln kann?

00:25:36: Du hast jetzt ein paar Mal den Meister erwähnt.

00:25:38: was genau ist das und wie wird man das?

00:25:40: Ja der Tischlermeister ist und seit Jahrhunderten quasi die Qualifikation im Handwerk.

00:25:50: Also es ist halt nicht nur der Tischlermeister, es in jedem Handwerksberuf gibt es immer die Meisterqualifikation.

00:25:56: da ist es so dass du dann befähig bist dich vollumfänglich selbstständig zu machen zum Beispiel das du ausbilden darfst, dass du in deinem Gewerk, in dein Handwerkesbereich alles machen darfst was dieses Handwerk quasi beinhaltet und das wäre der meister.

00:26:12: er ist ein bisschen ausgelegt auf das Handwerkliche.

00:26:16: dann gibt es einen Heutz-Techniker, den kann man anschließen an die Tischlerlehre.

00:26:22: Wenn man so will das industrielle Pondant zum Anwerksmeister also sehr gleich aber ein bisschen mehr ausgelegt auf eine Industrie sparte.

00:26:32: und dann kann man zB auch im Anschluss an eine Tischlerlehrer ganz viele Studiengänge zu machen wo es von Vorteil ist wenn man vorher zum Beispiel schon was Handwerkliches gemacht hat oder gerade ne Tischler.

00:26:44: Lehre Architektur, Innenarchitektura, Produktdesign sind alles Sachen wo ein Tischler sehr viel schon mitbringt

00:26:52: für diese Studie.

00:27:19: Was benutzt du?

00:27:20: mehr?

00:27:21: Hören oder Beatshefs?

00:27:22: Nicht tatsächlich, mehr hören andere Beatshafs.

00:27:25: Kreativer Kopf oder Arbeiterbiene?

00:27:28: Arbeiter-Biene

00:27:29: Verantwortung tragen oder Aufgaben ausführen?

00:27:32: Schon eher Verantwortung

00:27:34: Abgesichert oder eigenverantwortlich?

00:27:37: Eigenverantwortliche

00:27:42: Wie viel... Kundenkontakt hast du so als Tischler.

00:27:45: Also, du hast ja schon von der Montage geredet das sie dann zu den Leuten gegebenenfalls halt nach Hause fährt und die Möbel aufbaut Und am Anfang wenn die Leute mit dem Wunsch nach zum Beispiel eine Einbau Küche Zu euch kommen und Bist Du Dann auch wirklich Die Person die sich dann Von Anfang bis Ende auch Mit Den Kunden verständigt oder macht dass jemand anderes

00:28:09: ist ein bisschen gesplittelt.

00:28:13: Kundenkontakt haben im Prinzip bei uns die Leute, die hier um Büro arbeiten.

00:28:18: Also es gibt meistens einen Erst-Kontakt.

00:28:22: da kümmert sich quasi unser Büroschef sage ich jetzt mal drum.

00:28:25: der setzt sich mit den Leuten zusammen oder telefoniert und schreibt mehr jetzt und klopft erst einmal ab was haben wir für Vorstellungen?

00:28:33: auch preisliche Vorstellung ist, dass was sie haben wollen und das was sie dafür bezahlen wollen.

00:28:38: trifft sich das oder geht da schon soweit auseinander?

00:28:41: Dass man da schon die ersten Änderungen quasi gedanklich vornimmt.

00:28:46: Dann ist es meistens so, dass nach diesem Erstkontakt innerhalb des Büros an den Projektleiter weitergegeben wird.

00:28:55: der Projektleitor arbeitet mit den Kunden- oder Architekten quasi einmal aus wie dieses Möbel, wenn wir jetzt einfach von einem Müllstück sprechen oder einer Küche auszusehen hat welche Anforderungen, welche Farben, welche Materialien usw.

00:29:12: und sofort Maße und plant und zeichnet das Und das ist dann in dem Falle der Kundenkontakt.

00:29:21: Dann bekommen wir diese ausgearbeiteten Sachen in die Werkstatt Arbeiten das in der Werkstatte mal komplett ab und haben denn als quasi produzierende Leute den ersten Kontakt mit dem Kunden, wenn wir mit den Möbeln zu den Leuten hinfahren und die da

00:29:39: montieren.

00:29:40: Die Personen hier im Büro arbeiten sind das aber auch Tischlerinnen und Tischler oder haben sie was anderes gemacht?

00:29:45: Ja, das sind alles Tischler also Tischler gelernt.

00:29:48: Die beiden Projektleiter, die zeichnen, sind beide Tischlermeister und Sebastian der dann nochmal übergeordnet ist, also der, der den Erstkontakt quasi mit den Leuten macht, der ist sowohl Meister als auch Techniker.

00:30:04: Du hast ja gerade schon von preislichen Vorstellungen gesprochen.

00:30:07: was war so das teuerste was ihr hier jemals gemacht habt?

00:30:10: Wir haben mal eine komplette Wohnung ausgebaut es war aber tatsächlich auch nicht nur eine Tischlerei sondern am Ende haben da vier Tischle reingearbeitet und unsere Auftragssumme also grob ein Viertel dieser gesamten Tischler arbeiten hatte

00:30:29: glaube ich einen Volumen von einer Million ganz grob.

00:30:32: Und das war nur ein Viertel?

00:30:35: Hast du sonst noch so spannende Geschichte, was du so außergewöhnliches erlebt hast?

00:30:40: Ich habe ja nicht nur in dieser Firma gearbeitet, sondern vorher auch noch in ein paar anderen Firmen.

00:30:44: Gerade so in meiner jüngeren Zeitberufsanfängerzeit habe ich ein paar Jahre lang an einer Messebaufirma gearbeitet die halt viel auf Montage war und irgendwelchen Messerausstellungsstätten nicht nur Deutschland, sondern wirklich weltweit.

00:31:02: da ist halt auch schon viel Getränk nach Feierabend geflossen viele lustige Schichten passiert viel Zeit.

00:31:09: Es ging auch einfach gemacht in den Städten, wo wir auf Montage waren und wenn wir irgendwie ein bisschen Zeit hatten.

00:31:16: Die Firma, die ich danach gearbeitet habe hat fast ausschließlich Kurzfahrtschiffe ausgebaut.

00:31:22: Da waren wir quasi weltweit auf Montagen und immer mit einem Trupp, den wir quasi gebucht haben zwischen zwanzig-und fünfzwanzig polnische Kollegen, mit denen wir dann auf Montag zusammengearbeitet haben, wo ich damals mal schon Bauleitung gemacht hab.

00:31:36: also wenn einer von diesen Polen Problem hatte oder was wissen wollte, dann sind die halt zu mir gekommen.

00:31:41: Ich kann kein Polnisch aber wir konnten uns immer sehr gut verständigen mit Händen und Füßen und alle haben über am Ende verstanden... ...was die Frage war und was die Antwort war.

00:31:50: das hat funktioniert Und auch da gab es immer lustige Sachen also täglich einfach dieses zwischenmenschliche Gemeinsamen Irgendetwas schaffen gerade Messe und diese Schiffsachen.

00:32:02: Das waren mal Übelstermindruck und Stunden schieben ohne Ende.

00:32:06: Aber das hat echt super viel Spaß gemacht.

00:32:08: und da gibt es Prinzip so viele Geschichten, wenn ich jetzt anfangen würde mit einer Geschichte würde ich wahrscheinlich auch gar nicht mehr aufhören.

00:32:14: Und ich könnte mich ja gar nicht für eine Geschichte entscheiden weil ich halt so viel erlebt habe.

00:32:18: aber natürlich diese ganzen verschiedenen Charaktere verschiedene Länder, verschiedene Baustellen usw.. Ich

00:32:24: finde es so spannend dass man das einfach international machen kann also dann denkt man ja bestimmt gar nicht dran.

00:32:29: Also wir meinten ja schon am Anfang Es gibt überall Möbel Aber halt an den verschiedensten Orten in den verschiedenen Einrichtungen

00:32:35: ab vor Stunden schieben.

00:32:37: Jetzt hier in der Werkstatt kommt es häufiger mal vor, dass du irgendwie länger bleiben musst.

00:32:42: Ganz selten eigentlich.

00:32:43: also wir sind hier wirklich so mittlerweile mit unserer Planung und auch vom Mein Set so, dass wir sagen, wir wollen keine Überstunden machen.

00:32:52: Weil normalerweise die Überstünden nicht mehr so produktiv wie die acht Stunden, die davor gelaufen sind.

00:32:57: Es gibt immer mal irgendwelche Termine wo es einfach wirklich fertig werden muss.

00:33:02: Wobei wir hier mittlerweile schon in dieser Firma eher in der Lage sind zu sagen okay dann fahren wir halt morgen noch einmal hinauf wenn's jetzt nicht geplant war.

00:33:10: Darum geht die Welt nicht unter.

00:33:12: Wenn wir zum Beispiel vom Messebau sprechen ob wir fertig sind oder nicht Die Messe beginnt Montagmorgen um acht Uhr Und bis dahin muss der Stand einfach fertig sein.

00:33:20: Genauso ist es bei einem Kreuzfahrtschiff, das ist in einem Trocken-Dock Da hast du halt deine zehn bis zwölf Tage wo du deine Arbeiten durchführen kannst.

00:33:28: Danach wird das Dock geflutet und die Gäste kommen an Bord und dann musst du fertig sein.

00:33:33: da gibt's halt keine zweite Meinung zu wohnen Indem, wo wir uns hier bewegen.

00:33:36: Es ist tatsächlich so dass im Normalfalles Wohnungen sind oder Häuser sind Die noch nicht hohen sind Oder nur teilweise bezogen sind und ist dann nicht auf die letzte Stunde.

00:33:48: Sprich, wenn wir nicht zu gesetzten Termin fertig sind und was wir versuchen, dann fahren wir halt am nächsten Tag noch mal dahin oder hängen abends, wenn es nur noch eine Stunde ist.

00:33:57: Dann zum Schluss nochmal eine Stunde dran und dann wirklich nacken an diese Baustelle

00:34:01: zu machen.

00:34:02: Das ist eigentlich richtig cool weil bisher haben wir mit vielen Leuten geredet die so Leitungspositionen haben und die haben eigentlich immer davon gesprochen dass überstunden mehr oder weniger dazugehören und das klingt ja eigentlich relativ entspannt.

00:34:16: Ja, also auch du als Werkstattleiter musst jetzt nicht irgendwie noch Überstunden machen?

00:34:22: Nein.

00:34:24: Man kann wenn man möchte Also es wird überhaupt nicht verlangt.

00:34:29: Ich bin bis heute auch immer noch dass das mein Traumberuf ist.

00:34:34: Deswegen mag ich ja zum Beispiel denen die bezeichnen Job so wie überhaupt nicht Weil ein Job ist für mich so eine Nebenjob oder einen Vierhundert-Euro-Job oder irgendwie sowas.

00:34:45: Aber dieses Wenn ich sage, dass das mein Beruf ist dann kommt es bei mir tatsächlich von

00:34:49: Berufung.

00:34:50: Also ich wusste überhaupt nicht wo ich mich darauf einlasse aber ich glaube das war genau das was ich machen wollte oder was ich mache sollte.

00:34:57: und wenn auch bis heute immer noch total happy mit der Entscheidung würde ich nichts anderes machen wollen.

00:35:02: Dankeschön!

00:35:03: Abschließend... Was ist für dich das besondere in deinem Beruf?

00:35:07: Einfach die Kombination aus dem Arbeiten mit Händen tatsächlich aber auch immer das Arbeiten im Kopf.

00:35:15: Du musst halt dir erst Gedanken mit dem Kopf machen, was die Hände machen sollen.

00:35:19: Weil ansonsten geht es sowieso schief.

00:35:21: Das wird einfacher wenn man eine Routine hat.

00:35:23: also irgendwann denkt man weniger und macht mehr.

00:35:25: aber tatsächlich muss man immer seinen Gehirnskasten an haben weil man so viele falsche Abbiegungen nehmen kann in dem Beruf dass man da wirklich schon bei der Sache sein muss.

00:35:35: dann halt auch einfach dieses das man etwas sieht, also dass man am Ende des Tages ein Produkt hat und dieses Produkt halt auch sehr sehr individuell ist.

00:35:45: Und nicht immer das gleiche

00:35:47: zu machen.

00:35:47: Cool!

00:35:48: Dann danke schön Martin, dass du Zeit für uns hattest und uns alles gezeigt hast.

00:35:53: Ja auch viel Dank von mir.

00:35:54: Ja dann sage ich auch Tschüss.

00:35:56: Danke, dass sie interviewt wurde und auch mal bisschen einen Einblick in den Tischlerberuf geben konnte.

00:36:02: Ich freue mich auf die Leute vielleicht irgendwie ein bisschen dafür gewinnen konnte und die sich jetzt sagen, ja ich gucke mir das mal an mit dem Tischler und könnte mir das vielleicht auch

00:36:11: vorstellen.

00:36:18: Martin hat uns ja schon seinen Arbeitsplatz gezeigt und uns auch davon erzählt wie es ist in diesem Arbeitsplatz als Tischler zu arbeiten.

00:36:25: aber wie man genau Tischler wird, das wissen wir noch nicht und darum fragen hier unsere Job-Exfertin Kerstin.

00:36:30: Hallo Kerstine!

00:36:31: Hi Charlotte und Amelie Wie kann ich euch heute helfen?

00:36:34: Wir interessieren uns heute für die Ausbildung zur Tischlerin oder zum Tischler.

00:36:38: Oh ja, spannend und ich hab gehört ihr seid dafür sogar weit gereicht.

00:36:42: Wie lang dauert die Ausbildung?

00:36:44: Sie dauert wie eine klassische Handwerksausbildung drei Jahre und kann je nach Vorkenntnissen,

00:36:49: wie

00:36:49: Abitur oder Berufsschulnoten sogar auf zwei Jahre verkürzt werden.

00:36:53: Allerdings hat da der Betrieb kein Mitspracherecht.

00:36:56: das geht hauptsächlich dann von der Schule aus.

00:36:58: also die Schule muss das bewilligen und dann wird es auch verkürzt.

00:37:01: Der Ausbildungsbetrieb kann da nichts lenken.

00:37:04: Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

00:37:05: Was lernt man?

00:37:06: Ja

00:37:06: Die Ausbildung findet ja auch im dualen System statt.

00:37:09: Das haben wir schon mal kennengelernt.

00:37:11: das heißt Es ist aufgeteilt in Betrieb Praxis und Berufsschule, Theorie.

00:37:16: Und im Betrieb werden verschiedenste Tischlerarbeiten durchgeführt, sowohl unterschiedliche Möbel werden gefertigt als auch der Umgang mit verschiedenen Maschinen, Werkzeugen und Materialien gelernt.

00:37:27: in der Berufsschutzzeit die zum Beispiel als Blockunterricht stattfindet das variiert je nachdem wo man die Ausbildung macht wird der theoretische Teil bearbeitet.

00:37:37: dort gibt es hauptsächlich zum beispiel Fachunterricht also die Fachkunde.

00:37:41: darin lernt Infos zu Materialien, man hat Fachzeichnen also Zeichenunterricht.

00:37:47: Man hat Englisch Wirtschaft und Gesellschaft das nennt sich WUG neuerdings genau wirtschaften gesellschaft und darin geht es dann auch um Themen ja die man so in sozialkunde bearbeitet.

00:37:59: wie viel verdient man?

00:38:00: Manche Betriebe sind Inungsmitglied, damit ist dann sozusagen der Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden.

00:38:07: Manche betriebe jedoch gehören nicht Erinnerung an und die sind dann eben nicht an den Tarif Vertrag gebundet.

00:38:13: das bedeutet ihr ahnt es schon Es ist abhängig von Bundesland Region und Betrieb Und mit Berufserfahrungen sprich mit Meisterbrief können's auch schon mal drei tausend fünfhundert bis viertausend brutto monatlich werden oder sogar darüber Und wir verlinken euch dazu aber sehr gerne in den Show-Notes auch wieder Informationen zum Gehalt.

00:38:33: Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen?

00:38:35: Ja, man sollte auf jeden Fall körperlich belastbar sein denn Holz ist schwer, räumliches Vorstellungsvermögen klar.

00:38:41: ein drei D sehen ist von Vorteil.

00:38:43: Die Grundrechenarten

00:38:45: wenn die sitzen

00:38:46: ganz toll am besten Man kann sie vielleicht sogar auch im Kopf also die einfachen die Grundrechnarten und Interesse und Lust.

00:38:52: Was denken?

00:38:53: Personen die bereits in der Ausbildung sind

00:38:55: Personen die bereits in der Ausbildung sind melden zurück, dass es nicht allein nur die Tischler-Ausbildung ist sondern die Ausbildung allgemein.

00:39:02: Die super hilft bei der Orientierung!

00:39:04: Man fängt mal was an man beginnt etwas, man schnuppert wo rein und man merkt hey da pass ich das ist super, da bleibe ich besonders natürlich beim praktischen Teil und die persönliche Entwicklung wird auch sehr oft positiv in den Vordergrund gerückt.

00:39:18: Man lernt Pünktlichkeit, man lernt Teamfähigkeit In vielen Bereichen eine Bereicherung.

00:39:24: Wie geht es direkt nach der Ausbildung weiter?

00:39:25: Bereits im dritten Lehrjahr wird man angehalten vom Betrieb an seinen eigenen Projekten zu arbeiten und dann macht man nach der ausbildung eigentlich nur weiter im selben Stil, im selbe Betrieb oder vielleicht in einem anderen Betrieb.

00:39:40: Man soll zur Gesellenprüfung sogar auch in der Lage sein, ein eigenes Projekt komplett allein am Computer zu entwerfen.

00:39:47: Und eine Übernahme kann erfolgen bei guter Leistung und auch bei Motivationen... Das

00:39:52: ist dein Insider-Tipp?

00:39:54: Ja das ist ein ganz altes weißes Wort und zwar mit den Augen stehlen!

00:39:59: Während der Ausbildung interessiert seien sich inspirieren lassen, Zuschauen, zuschauen, wirklich dem Meister immer auf die Hände schauen oder auch den KollegInnen.

00:40:08: Das ist hilfreich und schafft eine spannende Zeit.

00:40:10: Gibt

00:40:11: es regionale Unterschiede?

00:40:12: Ja, es gibt sogar zwischen den einzelnen Betrieben Unterschiede zum Beispiel welche Aufgaben man machen darf oder auch machen kann.

00:40:19: also wenn zb vorausgesetzt wird man sollte eine Treppe bauen können dann gibt's noch längst nicht alle Betriebe die das auch umsetzen können.

00:40:27: Also da informiert euch eben auch im Vorstellungsgespräch Im Bewerbungsgesprech Welche Möglichkeiten habe ich hier?

00:40:33: was bauen wir?

00:40:34: Danke Kerstin!

00:40:36: Sehr gerne

00:40:37: Tschüss.

00:40:41: Wir haben ja gerade einen live Einblick in die Tischlerei bekommen.

00:40:45: Charlotte, was denkst du dazu?

00:40:48: Also das ist jetzt vielleicht nicht tischlerreich spezifisch aber Martin hat ja davon erzählt dass das nicht nur sein Beruf ist sondern halt wirklich eher seine Berufung und ich fand das irgendwie super eindrucksvoll und super wichtig Denn das ist das, was ich eigentlich jeder Person wünsche.

00:41:03: Dass sie nicht nur einen Beruf macht sondern etwas, was sie erfüllt bei ihm.

00:41:06: man hat ja wirklich gemerkt okay als Tischler er produziert etwas er schafft etwas mit seinen eigenen Händen und darin sieht er sein Wert und das fand ich halt super wertvoll.

00:41:16: Und es sah dazu auch noch alles so Höhen aus.

00:41:20: Ja ist so, also man macht nicht einfach nur irgendwas sondern man macht etwas richtig gut!

00:41:24: Ich finde es richtig süß dass du gerade gesagt hast das du das jedem hier wünscht weil ich finde auch das ist irgendwie so der Sinn von Arbeiten gehen ist ja nicht nur Geld verdienen sondern halt wirklich nach Hause zu gehen und zu wissen so boah heute war ein cooler Tag ich hatte Spaß und morgen gehe ich wieder hin und habe nicht irgendwie Kopfschmerzen bevor ich überhaupt da bin.

00:41:42: Also man hat ja bei ihm auch gemerkt, dass er gerne hingeht und sich immer darauf freut.

00:41:46: Und ich meine nicht kann es auch sehr verstehen.

00:41:48: Man schafft ein Lebensraum für uns, für Menschen.

00:41:51: Man kann so viel dazu beitragen und das finde ich echt inspirierend.

00:41:55: Darum auch an dich die Frage Amelie würdest du Tischlerin werden?

00:41:58: Ja also ich würde dem allen schon irgendwie mal gern einen Shot geben und selber irgendwas kreieren weil... Ich fand alleine die Materialkammer auch so cool!

00:42:06: Man kann sich da richtig austoben hat Mitsprache recht und was ich auch cool finde.

00:42:11: Du hast ja gerade angesprochen, es gibt sehr viele Maschinen aber trotzdem haben wir gesehen dass in der Tischlerei viele Stücke stehen die wirklich sehr viel Geld wert sind also Küchen im sechstelligen Bereich.

00:42:26: diese Klientel wird das immer geben.

00:42:28: Es wird immer Leute geben die in Möbelhäuser fahren Und sich den günstigsten Schrank kaufen Den Skip der halt auch von einer Maschine hergestellt wurde die eben eine maßgeschneiderte Küche bevorzugen, die wirklich voll und ganz an sie angepasst ist.

00:42:43: Also ich glaube der Beruf wird... auf jeden Fall in Zukunft noch weiter Bedeutung haben.

00:42:49: Wenn nicht sogar noch an Bedeutschung zunehmen, weil ich schon das Gefühl hab, dass gerade eher Tendenzen zur Individualität des Menschen aufkommen?

00:42:57: Also ich glaube, Tischler ist auf jeden fall eine kleine Goldgrube

00:43:00: ... Ja du hast gesagt es ist ne richtig wichtige Arbeit aber das fand ich halt auch irgendwie nochmal eindrucksvoll, dass es nicht nur ne Arbeit isst sondern was man für sich lernt und für die Entwicklung.

00:43:11: Weil man ja so viele Fähigkeiten hat, die man auch im Alltag bei sich zu Hause einfach benutzen kann.

00:43:17: Wollen wir mal auf Holz klopfen, dass ihr alle eure Berufung findet und vielleicht war ja die heutige Folge schon ein Wink mit dem Zaunfall?

00:43:25: Das waren gute abschließende Worte Amelie!

00:43:27: Bis zum nächsten Mal wo Ihr Einblicke

00:43:30: in einen weiteren aufregenden

00:43:31: Alltag

00:43:32: bekommt.

00:43:32: Vielen Dank an die Heinrich-Bell

00:43:34: Bibliothek

00:43:34: Berlin-Pankow für die räumliche und technische Unterstützung.

00:43:37: Und besonders Lisa, für ihre organisatorische Hilfe und ihre gute Laune!

00:43:42: Danke Bergi dass du mit deiner Musik unseren Podcast unverwechselbar gemacht hast

00:43:46: und vielen dank an Annika unsere fantastischen Stimme aus dem Ofen.

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